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Journal
Musik berührt und verbindet – unabhängig von Herkunft, Alter oder Erfahrung.Mit sensibel entwickelten Formaten schaffen wir Begegnungen, senken Schwellen und laden dazu ein, Musik in all ihren Facetten zu erleben.

Musik als Lebenselixier

von
Lukas Meschik
Kinder halten ihre Konzertkarten in die Höhe
© Julia Wesely

Der Wiener Musikverein versteht kulturelle Teilhabe als zentralen Bestandteil seines gesellschaftlichen Auftrags. Ausgehend von der Überzeugung, dass Musik ein verbindendes und für alle zugängliches Kulturgut ist, entwickelt das Haus gezielt Formate, die unterschiedliche Lebensrealitäten, Altersgruppen und Bedürfnisse berücksichtigen. Ziel ist es, Barrieren – seien sie sozialer, finanzieller oder erfahrungsbezogener Natur – abzubauen und möglichst vielen Menschen die Teilhabe am musikalischen Leben zu ermöglichen.

So entstand etwa die Hör-Bar mit Petr Popelka und Mitgliedern der Wiener Symphoniker, deren Chefdirigent Popelka ist. Je nach Besetzung und Charakteristik der Werke wird die Bühnensituation und damit die Publikumsbestuhlung im Gläsernen Saal angepasst. Musiziert wird in lockerer Atmosphäre, anschließend mischen sich Petr Popelka und die Orchestermitglieder unters Publikum und stehen für ein Gespräch an der Bar bereit. Die Moderation übernimmt jeweils Popelka selbst, der auch als Pianist und Kontrabassist zu erleben ist.

Ebenfalls im Gläsernen Saal finden die sechs Konzerte der Reihe Auszeit statt: Das Licht ist gedimmt, rund um mittig platzierte Interpret:innen darf man auf Teppich, Sitzkissen oder Liegestuhl Platz nehmen, um entspannt und gleichzeitig umso konzentrierter zu lauschen. Die Veranstaltungen finden bewusst wochentags um 18 Uhr statt, sie dauern eine Stunde ohne Pause.

Der Komponist und Pianist Marino Formenti kuratiert 2026/27 mit night flowers bereits zum dritten Mal eine Konzertreihe mit zeitgenössischer Musik im Rahmen des Musikverein Festivals. Diese Late-Night-Konzerte schließen ans Hauptprogramm an und finden bei freiem Eintritt statt. Sie bespielen neben den Sälen des Musikvereins ungewohnte Orte wie Foyers und verstehen sich als zeitgenössische Interventionen, die mit dem jeweiligen klassischen Abendkonzert in Korrespondenz treten. Die „night flowers bar“ mit DJ und Drink lädt zum Verweilen ein.

Bühne mit Tasteninstrumenten aus der Vogelperspektive
© Julia Wesely
Begegnung schaffen, Schwellen senken, Musik erleben

Markus Poschner, ab der Saison 2026/27 Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, setzt mit dem Musikverein ebenfalls neue Vermittlungsformate um: Poschners Meilensteine ist eine neue Konzertreihe, in der er mit seinem Orchester im Goldenen Saal ausführliche Einblicke in Meisterwerke der klassischen Musik gibt. Poschner selbst erklärt, reflektiert und teilt seine Erfahrungen mit dem Werk mit, das zunächst in Ausschnitten und dann in seiner Gesamtheit gespielt wird. Außerdem wird Markus Poschner in den von ihm dirigierten Abonnementkonzerten ebenfalls kurz in die Werke einführen.

Die Konzertreihe Souvenir im Brahms-Saal ist speziell für Menschen mit und ohne Demenz konzipiert, schafft aber nicht nur ein Erlebnis für sie, das zum Wohlbefinden beiträgt – durch bekannte Melodien und beschwingte Stücke wird Musik zum Rückzugsort, in dem sich in Erinnerungen schwelgen oder einfach der Moment genießen lässt.

Darbietung braucht Publikum – und es liegt nicht zuletzt in der Verantwortung der Veranstalter, den Nachwuchs zu fördern und zu fordern, um eine neue Generation Musikbegeisterter heranzuziehen. Mit seinen beliebten Kinder-, Familien- und Schulkonzerten hat der Musikverein bereits seit über dreißig Jahren Maßstäbe gesetzt. Im U30-Programm gibt es außerdem stark ermäßigte Karten für junge Gäste, damit Musik kein Luxusgut ist, sondern Lebenselixier für viele sein kann: Für 20 bzw. 10 Euro gibt es Tickets für alle unter 30 Jahren für Eigenveranstaltungen der Gesellschaft der Musikfreunde im Musikverein.

Mit The Power of Music setzt der Musikverein ein gewichtiges Programm für kulturelle Teilhabe fort, das sich an Volksschulen aus dem Wiener Flächenbezirk Favoriten richtet: In Zusammenarbeit mit dem Sozial- und Gesundheitszentrum CAPE 10 können pro Saison vierhundert Kinder kostenlos Konzerte besuchen.

Konzerte
Ausschnitt einer Landkarte von Wien, in der der Wiener Musikverein markiert ist.
Identity Lab
Die Saison
25/26

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