Der Name Maxime Pascal ging 2014 von Salzburg aus um die Klassikwelt, als der damals 28-jährige Franzose im Rahmen der Festspiele den Young Conductors Award gewann. Innerhalb kurzer Zeit konnte sich Maxime Pascal als herausragender Interpret von Musik des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart etablieren, die zur Grundlage seiner internationalen Engagements wurde und ihn auch mehrfach nach Salzburg zurückführte, unter anderem 2023 für Martinůs „The Greek Passion“ – sein Debüt bei den Wiener Philharmonikern.
Der 1985 in Nantes Geborene zeichnet sich durch ein Höchstmaß an Unerschrockenheit und Neugier aus. Was er sucht, womit er sich beschäftigen und was er aufführen möchte, ist schlicht „gute Musik“. Und das, sagt er, „ist keine Frage der Epoche. Es gibt in jeder Zeit gute Musik, man findet Faszination, Inspiration zu allen Zeiten, an allen Orten.“
Für den Sohn eines Jazz-Posaunisten und einer Klavierlehrerin war das musikalische Spektrum von Haus aus breit. Er erhielt Unterricht in Violine und Klavier, zeichnete, schrieb – und ging zum Studium nach Paris ans berühmte Conservatoire, wo François-Xavier Roth sein Dirigierlehrer wurde. Hier lernte er – in einer der Theorieklassen in der Nachfolge von Olivier Messiaen – nicht zuletzt auch, „Musik sehr umfangreich und aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren – aber auch selbst in den Stilen unterschiedlicher Zeiten zu schreiben – und sie mit aller Musik, die davor und danach komponiert wurde, zu verbinden; auch mit Musik aus anderen Teilen der Welt“. Dieser umfassende Ansatz wirkte prägend und inspirierend zugleich. Bereits während des Studiums gründete Maxime Pascal 2008 mit Gleichgesinnten das Ensemble Le Balcon, benannt nach dem Theaterstück Jean Genets, ein höchst innovatives Kollektiv aus Musik- und Musiktheaterschaffenden, das sich in der Besetzungsgröße, der visuellen und szenographischen Gestaltung wie auch im Zusammenspiel mit dem Soundsystem oder mit elektronischer Musik den jeweiligen Projekten anpasst.




