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Historische Illustration des Wiener Musikvereins von Innen
Geschichte

Die Geschichte des Wiener Musikvereins

Kurztexte
Hier finden Sie eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Etappen und Meilensteine der Geschichte des Wiener Musikvereins.
Zum Überblick
Zur Geschichte
Tauchen Sie ein in die faszinierende 200-jährige Geschichte der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und erfahren Sie hier alles über den Wiener Musikverein.
Die Komplette Story
200 Jahre Musikgeschichte im Überblick
Ab 1812
Ende 1812 gründen 507 Musikfreund:innen unter der Führung des ersten Generalsekretärs Joseph Sonnleithner die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien zur „Emporbringung der Musik in allen ihren Zweigen“. Neben Konzerten entstehen ein Konservatorium und ein Archiv. Nach kaiserlicher Genehmigung beginnen 1815 Abonnementkonzerte in den Redoutensälen, 1817 nimmt das von Hofkapellmeister Antonio Salieri geleitete Konservatorium den Betrieb auf. Ab 1822 ist die Gesellschaft in den Tuchlauben ansässig; Beethoven und Schubert pflegen enge Beziehungen.
Ab 1831
1831 eröffnet in den Tuchlauben Wiens erster Konzertsaal. Von Protektor Erzherzog Rudolf erbt die Gesellschaft dessen Musikbibliothek. Nach den Revolutionswirren 1848 und einer finanziellen Krise stabilisiert sich der Verein 1857 durch Reformen und das Erbe Carl Czernys. Es entstehen Sing- und Orchesterverein; Kaiser Franz Josef schenkt einen Baugrund. Anton Bruckner wird Professor am Konservatorium.
Ab 1870
1870 eröffnet das von Theophil Hansen geplante Musikvereinsgebäude. Der Musikverein wird Ort zahlreicher Uraufführungen. 1872 wird Brahms künstlerischer Direktor und vermacht seinen Nachlass der Gesellschaft. Auch Strauß Sohn, Clara Schumann, Liszt und Bruckner sind eng verbunden. 1909 übernimmt der Staat das Konservatorium. 1913 sorgt Schönbergs „Skandalkonzert“ für Aufsehen.
Historische Radierung: Großer Saal des Musikvereins mit Festgesellschaft zu den Feierlichkeiten der Schlusssteinlegung
Schlusssteinlegung des Wiener Musikvereins um 1870
Ab 1918
Nach dem Ende der Monarchie verliert die Gesellschaft nur den Titel „k. k.“. Ab 1932 werden Konzerte im Rundfunk übertragen, 1937 erhält der Kleine Saal den Namen Brahms-Saal. Zum 125-jährigen Jubiläum schreibt Franz Schmidt Das Buch mit sieben Siegeln. Nach dem Anschluss 1938 verliert die Gesellschaft ihre Eigenständigkeit, befolgt jedoch keine Anweisungen zur Entfernung jüdischer Werke. Wilhelm Furtwängler wird erneut Konzertdirektor.
Ab 1945
Nach Kriegsende wird die Gesellschaft wieder demokratisch organisiert. Das Konkurrenzverhältnis Furtwängler–Karajan prägt die Nachkriegsjahre; 1949 wird Karajan letzter Konzertdirektor. Im späteren 20. Jahrhundert festigt sich der Musikverein als internationales Musikzentrum. 1979 erhält das Archiv mit dem Nachlass Gottfried von Einems einen bedeutenden Zuwachs.
Ab 2000
2004 werden die von Wilhelm Holzbauer entworfenen Vier Neuen Säle eröffnet. 2012 feiert die Gesellschaft ihr 200-jähriges Bestehen mit Händels Timotheus oder Die Gewalt der Musik. 2020 markiert das Jubiläum „150 Jahre Musikvereinsgebäude“; der Konzertbetrieb ruht pandemiebedingt. Unter Intendant Stephan Pauly gilt heute die Maxime: „Lebendige Tradition – Kreatives Programm – Neues Publikum.“
Pinchas Zukerman verbeugt sich vor klatschendem Publikum, dahinter stehend die Wiener Philharmoniker
© Julia Wesely
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1812
1813
1814
1815
1817
1818
1822
1826
1829
1830
1831
1837
1848
1851
1857
1858
1859
1862
1863
1865
1867
1868
1870
1872
1875
1877
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1884
1885
1886
1897
1900
1904
1905
1907
1909
1910
1911
1912
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1932
1937
1938
1939
1940
1944
1945
1946
1947
1948
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1954
1956
1960
1962
1963
1964
1970
1972
1973
1979
1984
1988
1989
1990
1991
1993
1995
1996
2000
2002
2003
2004
2008
2011
2012
2016
2020
2021
2022
2024
Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien wird gegründet. Anlass ist der überwältigende Erfolg eines Wohltätigkeitskonzerts, das die Gesellschaft adeliger Frauen zur Beförderung des Guten und Nützlichen in der kaiserlichen Winterreitschule (der heutigen Hofreitschule) veranstaltet: Rund 600 Mitwirkende in Chor und Orchester – die meisten davon Amateure – bringen vor fast 5000 Zuhörern das Händel-Oratorium „Timotheus oder Die Gewalt der Musik“ zur Aufführung.

Die Euphorie führt zur Initiative, die Musikfreunde Wiens in einem Verein zu versammeln. Joseph Sonnleithner, der rührige Sekretär der Gesellschaft adeliger Frauen, bewährt sich auch jetzt. Er entwirft die Grundzüge des neuen Vereins und sammelt Unterschriften. Bis Ende des Jahres erklären 507 „Musikfreunde und -freundinnen“ ihr Interesse. Sie sind die Gründungsmitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
Die Vereinsstatuten werden zur Bewilligung eingereicht. Die Musikfreunde zeigen mit einer neuerlichen Aufführung des „Timotheus“ – in zwei Konzerten mit je mehr als 600 Mitwirkenden – eindrucksvoll ihre Präsenz.
Die kaiserliche Genehmigung des Vereins liegt vor: Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien kann ihre Tätigkeit aufnehmen. Erster Sekretär ist Joseph Sonnleitner. Als Protektor der Gesellschaft wird Erzherzog Rudolph gewonnen, Bruder des regierenden Kaisers und Freund Ludwig van Beethovens. Als „Hauptzweck“ der Gesellschaft nennen die Statuten „die Emporbringung der Musik in allen ihren Zweigen“. Mit diesem hochgesteckten Ziel verpflichtet sich der Musikverein von Beginn an zu einer offenen und dynamischen, auf ständige Entwicklung und Optimierung ausgerichteten Haltung.

Eine Vielzahl von Aktivitäten dient diesem Programm. Die neu gegründete Gesellschaft veranstaltet nicht nur Konzerte (die anfangs allein von den ausübenden Mitgliedern bestritten werden) – sie gründet auch ein wissenschaftlich ausgerichtetes Archiv und mit dem Konservatorium eine professionelle Musikausbildungsstätte. Fast einhundert Jahre lang ist dieses Konservatorium die führende Musikhochschule der Habsburgermonarchie – 1909 übernimmt der Staat die bis dahin privat geführte Institution. Noch 1814 tritt der Musikverein prominent als Konzertveranstalter hervor: Für die Teilnehmer des Wiener Kongresses führt er Händels „Samson“ auf.
Im Kleinen Redoutensaal der Hofburg findet das erste Abonnementkonzert der Gesellschaft statt. Die Idee, dass Musikfreunde für Musikfreunde musizieren und die Mitglieder unter sich bleiben, ist bald überholt. Das Interesse von Nicht-Mitgliedern ist so groß, dass schon das dritte Gesellschaftskonzert in den Großen Redoutensaal verlegt werden muss.
Das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde nimmt mit zwei Gesangsklassen – einer für Sängerinnen und einer für Sänger – seinen Betrieb auf. Die oberste Leitung dieser „Singschule“ liegt bei Hofkapellmeister Antonio Salieri.
Mit der Einführung von „Musikalischen Abendunterhaltungen“ setzt die Gesellschaft der Musikfreunde einen wichtigen Akzent ihrer Programmpolitik. Sie nimmt – neben großen Chor- und Orchesterwerken – auch Kammermusik, Lieder und mehrstimmige Gesänge in ihr regelmäßiges Veranstaltungsangebot auf.
Die Gesellschaft mietet sich im Haus „Zum roten Igel“ (Tuchlauben) ein.
Ludwig van Beethoven wird Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Franz Schubert widmet ihr seine „Große C-Dur-Symphonie“. Beide Künstler stehen auch sonst in enger Verbindung mit dem Musikverein. Schubert wird 1827 Mitglied des Repräsentantenkörpers, eines leitenden Gremiums der Gesellschaft der Musikfreunde.
Die Gesellschaft der Musikfreunde kauft das bisher gemietete Haus „Zum roten Igel“. An seiner Stelle soll ein Neubau entstehen, der die vielfältigen Aktivitäten des Musikvereins unter einem Dach vereint.
Die Gesellschaft der Musikfreunde bittet zum Tanz und veranstaltet ihren ersten Ball. Die Tradition lebt – mit Unterbrechungen – über mehr als hundert Jahre fort. Der vorerst letzte Ball, der von der Gesellschaft der Musikfreunde selbst veranstaltet wird, findet 1951 statt.
1831 eröffnet bei der Gesellschaft der Musikfreunde in den Tuchlauben der erste eigentliche Konzertsaal Wiens. Von ihrem Protektor Erzherzog Rudolf erbt die Gesellschaft dessen umfangreiche Musikbibliothek. Im Revolutionsjahr 1848 schließen Konzertsaal und Konservatorium vorübergehend. Die u. a. auch daraus resultierende finanzielle Krise kann mithilfe von Umstrukturierungen und dem Erbe nach Carl Czerny 1857 überwunden werden. Der Singverein und der Orchesterverein werden als Zweigvereine der Gesellschaft gegründet. Kaiser Franz Josef schenkt der Gesellschaft einen Baugrund. Anton Bruckner wird Professor am Konservatorium der Gesellschaft.
Die Gesellschaft der Musikfreunde feiert ihr 25-jähriges Bestehen in der kaiserlichen Winterreitschule. Mehr als 1000 Mitwirkende führen in zwei Konzerten Haydns „Schöpfung“ auf.
Die revolutionären Unruhen wirken sich auch auf die Gesellschaft der Musikfreunde aus. Neun Monate veranstaltet sie keine Konzerte mehr, die Unterrichtstätigkeit am Konservatorium muss vorübergehend eingestellt werden. Finanziell kommt der Musikverein in Bedrängnis.
Mit einer umfassenden Reform trägt die Gesellschaft der Musikfreunde selbst dazu bei, die Krise zu meistern. Die Zahl der Mitglieder steigt wieder, das Konservatorium kann seinen Betrieb wieder aufnehmen. Neben einer Straffung der inneren Organisation ist die künstlerische Neuausrichtung entscheidend: Das Orchester der Gesellschaftskonzerte soll nun nicht mehr von ausübenden Mitgliedern, also Amateuren, gestellt werden, sondern von Berufsmusikern. Mit dieser Professionalisierung reagiert die Gesellschaft der Musikfreunde auch auf die Gründung der Wiener Philharmoniker 1842.
Die Finanzkrise des Musikvereins kann auch durch ein bedeutendes Erbe bewältigt werden. Carl Czerny, der berühmte Beethoven-Schüler, Komponist, Pianist und Klavierpädagoge, hat der Gesellschaft ein Viertel seines beträchtlichen Vermögens vermacht.
Während sie die Orchestermusik in professionelle Hände übergibt, sucht die Gesellschaft der Musikfreunde für die Chormusik einen anderen Weg. Sie soll die Domäne der ausübenden Mitglieder bleiben. Deshalb gründet sie den Singverein als Zweigverein der Gesellschaft der Musikfreunde und engagiert den Shootingstar Johann Herbeck als ersten Chordirektor. Mit ihm wird der Singverein in kurzer Zeit zu einem herausragenden, auch von vielen Komponisten geschätzten Vokalensemble. Bis heute hat sich – im Prinzip – nichts daran geändert.
Um auch den Instrumentalisten in ihren Reihen ein Forum zu bieten, gründet die Gesellschaft der Musikfreunde den Orchesterverein als zweiten Zweigverein. Auch in dieser Form lebt die Tradition der „ausübenden Mitglieder“ weiter. Den Orchesterverein gibt es bis heute als engagiertes und im Konzertleben präsentes Amateurorchester.
Die Festaufführung von Händels „Messias“ zum fünfzigjährigen Bestehen der Gesellschaft der Musikfreunde dokumentiert seine enorme gesellschaftliche Bedeutung. Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth sind bei diesem Konzert ebenso anwesend wie weitere Mitglieder der kaiserlichen Familie und höchste Regierungsvertreter.
Die Wiener Ringstraßenzeit eröffnet auch dem Musikverein die Möglichkeit, ein neues repräsentatives Gebäude zu errichten. Schon 1858 – als mit der Schleifung der mittelalterlichen Stadtmauer in Wien begonnen wird – hat sich die Gesellschaft mit der Bitte an den Kaiser gewandt, ihr einen Bauplatz für ein dringend notwendiges größeres Haus zu überlassen. Nun ist es so weit: Der Kaiser schenkt der Gesellschaft einen Baugrund am linken Ufer des Wienflusses.
Schuberts „Unvollendete“ wird in einem Gesellschaftskonzert zur Uraufführung gebracht. Dirigent ist Johann Herbeck, der das Manuskript erst kurz zuvor von Schuberts Freund Anselm Hüttenbrenner erhalten hat.
Mit dem Architekten Theophil Hansen wird ein Bauvertrag für das neue Musikvereinsgebäude abgeschlossen. Die Finanzierung basiert nicht nur auf staatlicher Unterstützung – der Kaiser stiftet Erträgnisse aus Staatslotterien –, sondern vor allem auf privater Zuwendung. Mitglieder und Freunde des Musikvereins beteiligen sich intensiv an den Kosten. Die Gesellschaft selbst schafft Anreize, indem sie „Stiftern“ und „Gründern“ besondere Privilegien einräumt.

Der Singverein und das Gesellschaftsorchester bringen unter Johann Herbeck die ersten drei Sätze von Brahms’ „Deutschem Requiem“ zur Uraufführung.
Anton Bruckner wird als Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt ans Konservatorium der Gesellschaft berufen.
Das neue Musikvereinsgebäude, ein Meisterwerk des Historismus, wird eröffnet. Kaiser Franz Joseph I. nimmt am 5. Jänner den feierlichen Akt der Schlusssteinlegung vor. Am 6. Jänner findet das erste Gesellschaftskonzert im Großen Musikvereinssaal statt. Johann Herbeck dirigiert ein Programm, das facettenreich die Vorzüge der Saalakustik zur Geltung bringt.

Beim Eröffnungsball dirigiert Johann Strauß seinen Walzer „Freuet Euch des Lebens“, den er der Gesellschaft der Musikfreunde widmet: eine von vielen Johann-Strauß-Uraufführungen im Musikverein.

Das erste Konzert im Kleinen Musikvereinssaal, dem späteren Brahms-Saal, gibt Clara Schumann.
Im Großen Musikvereinssaal wird die neue Orgel präsentiert. Anton Bruckner lässt sich dabei mit Improvisationen hören.

Johannes Brahms wird „Artistischer Director“ der Gesellschaft der Musikfreunde. Die Funktion verbindet die Aufgabe eines Chefdirigenten mit der eines Intendanten. Brahms, der besonders unter den administrativen Anforderungen leidet, beendet diese Tätigkeit nach drei Jahren, bleibt dem Musikverein aber bis zu seinem Lebensende eng verbunden.
Gustav Mahler und Hugo Wolf werden Studierende des Konservatoriums.
Bei der Uraufführung seiner Dritten Symphonie erlebt Anton Bruckner eine seiner schmerzlichsten Kränkungen. Scharenweise verlässt das Publikum den Saal. Nur zwei Dutzend Zuhörer harren bis zum Ende aus.
Franz Liszt dirigiert ein Gesellschaftskonzert mit ausschließlich eigenen Werken. Auch er ist dem Musikverein eng verbunden. Bereits 1838 hat ihm die Gesellschaft die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Hans Richter, der 1876 bei den Bayreuther Festspielen die ersten Aufführungen von Wagners „Ring des Nibelungen“ dirigiert hat, wird Konzertdirektor der Gesellschaft der Musikfreunde. Er behält diese Funktion bis 1890.
Auf Initiative der Gesellschaft findet in Wien eine internationale Stimmton-Konferenz statt, die eine verbindliche Tonhöhe für den Kammerton A festlegt (damals 870 einfache Schwingungen).
In einem Gesellschaftskonzert bringt der Singverein unter Hans Richter Bruckners „Te Deum“ zur Uraufführung.
Nach dem Tod von Johannes Brahms gelangt sein künstlerischer Nachlass ins Archiv. Im Einzelnen sind dies: seine Musikhandschriften, seine Bibliothek und die an ihn gerichteten Briefe. Die Brahms-Sammlung im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde wird 2005 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Der Wiener Concert-Verein wird gegründet: das erste Berufsorchester Wiens, das sich ausschließlich dem Konzertbereich widmet. Hintergrund ist der gestiegene Bedarf an symphonischer Musik auf hochprofessionellem Niveau. Der Concert-Verein übernimmt ab der Saison 1900/01 den Orchesterpart der Gesellschaftskonzerte. Ferdinand Löwe, Dirigent des Wiener Concert-Vereins, wird 1900 auch Konzertdirektor der Gesellschaft der Musikfreunde.
Franz Schalk übernimmt als Konzertdirektor die Nachfolge von Ferdinand Löwe. Er wirkt bis 1921 in diesem Amt und sorgt für einen kontinuierlich hohen Standard der Gesellschaftskonzerte.
Erstmals findet im Musikverein ein Arbeiter-Symphoniekonzert statt. Die Konzertreihe besteht bis 1934, zu den Dirigenten zählen Richard Strauss, Clemens Krauss und Alexander Zemlinsky.
Das Wiener Tonkünstlerorchester wird als weiteres Konzertorchester gegründet. Aus der Fusion dieses Orchesters mit dem Wiener Concert-Verein gehen in den 1930er Jahren die Wiener Symphoniker hervor.
Das Konservatorium der Gesellschaft wird als K. K. Akademie für Musik und darstellende Kunst vom Staat übernommen. Die Institution ist heute als Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eine der größten und renommiertesten Universitäten der Aufführungskünste Musik, Theater und Film.
Der Singverein reist nach München, um unter der Leitung von Gustav Mahler an der Uraufführung von dessen Achter Symphonie mitzuwirken.
Unter der Leitung des Hansen-Schülers Ludwig Richter wird das Musikvereinsgebäude umgebaut. Die Karyatiden werden nach hinten versetzt, um eine bessere Sicht aufs Podium zu gewährleisten, die Zugänge zum Saal werden verändert. Die Gesellschaft reagiert damit auch auf höhere Sicherheitsanforderungen, die seit der Brandkatastrophe im Wiener Ringtheater 1881 an Theater gestellt werden.
Mit einem umfassenden Festprogramm feiert die Gesellschaft der Musikfreunde ihr 100-jähriges Bestehen.
Ein Konzert mit neuer Musik von Zemlinsky, Mahler, Berg und Webern, das unter der Leitung von Arnold Schönberg im Großen Musikvereinssaal veranstaltet wird, mutiert zum „Skandalkonzert“. Es kommt zu Tumulten und Handgreiflichkeiten. Die Polizei muss eingreifen, das Konzert wird abgebrochen.

Die K. K. Akademie für Musik und darstellende Kunst zieht in ihr neues Heim in der Lothringerstraße. Im Musikvereinsgebäude führt dies zu räumlichen Veränderungen und zur Aufnahme von Mietern: unter ihnen die Wiener Philharmoniker, die Universal Edition und die Klavierfabrik Bösendorfer, die im Parterre Büro- und Verkaufsräume anmietet.
Das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelt auch das Ende der Monarchie. In der Geschichte des Musikvereins hinterlässt dieser Wechsel nur geringfügig Spuren. Die Gesellschaft verliert das Prädikat „K. K.“ und ihren letzten kaiserlichen Protektor, Erzherzog Eugen, der aber dem Verein weiterhin verbunden bleibt.

In den Räumen des Musikvereins nimmt die Idee der Salzburger Festspiele Gestalt an. Die neu gegründete Salzburger Festspielhaus-Gemeinde trifft sich hier unter der Leitung des Musikvereinspräsidenten.
Wilhelm Furtwängler wird Konzertdirektor der Gesellschaft der Musikfreunde. Als Dirigent neuen Typs agiert er international und bindet sich nicht ausschließlich an Wien. So wird ihm ein zweiter Konzertdirektor zur Seite gestellt: zunächst Leopold Reichwein, ab 1927 Robert Heger, der 1930 zum alleinigen Konzertdirektor bestellt wird.
Erstmals werden Musikvereinskonzerte live im Rundfunk übertragen.
Der Kleine Musikvereinssaal wird baulich verändert und erhält den Namen, den er bis heute führt: Brahms-Saal.

Die Gesellschaft der Musikfreunde feiert ihr 125-jähriges Bestehen mit einer Festwoche im Dezember. Franz Schmidt schreibt zu diesem Jubiläum das Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln“. Die Uraufführung mit dem Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde findet im Juni 1938 im Großen Musikvereinssaal statt.
Die Annexion Österreichs durch Deutschland, „Anschluss“ genannt, hat sofort Folgen für die Gesellschaft der Musikfreunde. Franz Schütz, Professor für Orgel an der Akademie für Musik und darstellende Kunst, übernimmt im Auftrag der NSDAP die Leitung der Gesellschaft. Die Direktion wird entlassen – dies auch in Reaktion darauf, dass sie noch Ende Februar offen für die Unabhängigkeit Österreichs eingetreten ist. Autoritativ wird eine neue Direktion eingesetzt, die schließlich den Titel „Arbeitsbeirat“ führt. Die Gesellschaft der Musikfreunde wird in die „Staatstheater- und Bühnenakademie“ eingegliedert. Sie behält ihren Namen. Nach außen hin scheint die Kontinuität gewahrt. Tatsächlich aber hat die Gesellschaft der Musikfreunde als eigenständiger und eigenverantwortlicher Verein zu existieren aufgehört.

Der renommierte Musikwissenschaftler Karl Geiringer, Kustos der Gesellschaft, wird „aus rassischen Gründen“ entlassen und emigriert nach England und weiter in die USA. Die Anordnung, Werke jüdischer Komponisten und Autoren aus Archiv, Bibliothek und Sammlungen auszusondern, wird nicht befolgt.

Oswald Kabasta, Konzertdirektor der Gesellschaft seit 1933, wird Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Konzertdirektor wird wieder Wilhelm Furtwängler.
Im Zuge der Gleichschaltung wird die umfangreiche Instrumentensammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in die staatliche Sammlung des Kunsthistorischen Museums überführt. Nach dem Krieg werden die rechtmäßigen Besitzverhältnisse wiederhergestellt, und die Gesellschaft erhält ihr Eigentum zurück.
Die gleichgeschaltete Gesellschaft und ihr Chor, als „Sektion Singverein“ ebenfalls gleichgeschaltet, zollen den neuen Machthabern Tribut und bringen ein Werk zur Uraufführung, das Franz Schmidt bei seinem Tod 1939 unvollendet hinterlassen hat: die „Deutsche Auferstehung“.
Der zunehmende Bombenkrieg veranlasst die Verantwortlichen, wertvolle Objekte aus Archiv, Bibliothek und Sammlungen auszulagern.
Der Konzertbetrieb bleibt auch während des Kriegs aufrecht. Noch Ende März – sechs Wochen vor der Kapitulation – gibt es Konzerte im Großen Musikvereinssaal und im Brahms-Saal. In den letzten Kriegstagen schlägt eine Fliegerbombe ins Gebäude ein und beschädigt Teile des Goldenen Saals. Menschenopfer sind nicht zu beklagen.

Nach Kriegsende gewinnt die Gesellschaft der Musikfreunde rasch wieder ihren Status als demokratischer Verein. Alexander Hryntschak, vom Wiener Bürgermeister kommissarisch zum Leiter der Gesellschaft bestellt, wird zum Präsidenten gewählt. Die künstlerische und administrative Leitung übernimmt Rudolf Gamsjäger als Generalsekretär.

„Lieder aus Österreich“ ist das Motto des ersten Konzerts, das nach Kriegsende im Brahms-Saal gegeben wird. Nach der Instandsetzung des Großen Musikvereinssaals kann im September 1945 ein „Eröffnungs-Festkonzert“ stattfinden. Josef Krips dirigiert die Wiener Philharmoniker.
Im Kammersaal des Musikvereins entscheidet eine Jury über die künftige österreichische Bundeshymne. Ein Ministerratsbeschluss bestätigt die im Musikverein getroffene Wahl. Gesucht wird nun noch ein neuer Text für dieses „Bundeslied“. Der Auftrag dazu ergeht 1947 an Paula von Preradović.
Wilhelm Furtwängler, von den amerikanischen Besatzungsbehörden mit Auftrittsverbot belegt, wird im Dezember 1946 als „unbelastet“ eingestuft und nimmt seine Dirigiertätigkeit wieder auf. Die Gesellschaft bestätigt ihn wieder als Konzertdirektor. Im Dezember dirigiert er – zum ersten Mal seit Kriegsende – wieder im Musikverein. Trotz massiver Störaktionen kann das Konzert stattfinden.

Im Spätsommer 1947 wird auch das gegen Herbert von Karajan verhängte Dirigierverbot aufgehoben. Karajan entfaltet umgehend eine starke Präsenz im Konzertleben des Musikvereins. Schon seit Herbst 1946 hat er im Musikverein Schallplatten aufgenommen. Bei diesen Plattenaufnahmen kommt es auch zur ersten Zusammenarbeit Karajans mit dem Singverein. 1947 tritt die junge Allianz glanzvoll nach außen. Mit Beethovens „Neunter“ gibt der Singverein im Großen Musikvereinssaal sein erstes Konzert unter Karajan. Bis zu Karajans Tod folgen rund 250 Konzerte in aller Welt.
Das Konkurrenzverhältnis zwischen Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan wird mehr und mehr ein Thema des Musikvereins. Furtwängler, nominell Konzertdirektor, steht dem Haus nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Karajan ergreift die Chance und übernimmt 1948/49 einen ganzen Konzertzyklus.
Zu Johann Sebastian Bachs 200. Todestag veranstaltet die Gesellschaft der Musikfreunde ein Bach-Fest. Die Vorbereitung dazu führt zum offenen Ausbruch des Machtkampfs zwischen Furtwängler und Karajan. Furtwängler schlägt die Einladung, die „Matthäuspassion“ zu dirigieren, zunächst aus. Karajan übernimmt das Projekt und hat mit der Probenarbeit längst begonnen, als Furtwängler umdisponiert und nun doch dirigieren will. Die Gesellschaft verhält sich loyal zu Karajan und gibt den Singverein nicht für Furtwänglers Pläne frei. Furtwängler scheidet im Zorn und legt sogar die Ehrenmitgliedschaft zurück. Herbert von Karajan, schon seit 1949 Ehrenmitglied der Gesellschaft, wird Konzertdirektor.

Im Rahmen des Bach-Fests dirigiert Paul Hindemith ein Konzert der Wiener Symphoniker. Der Komponist, der als Bratschist schon in der Vorkriegszeit im Musikverein aufgetreten ist, wird 1953 Ehrenmitglied der Gesellschaft.
Die Sammlungen geben ihr wohl makaberstes Objekt ab: Der Totenschädel Joseph Haydns, seit 1895 in den Beständen der Gesellschaft, wird der burgenländischen Landesregierung überantwortet und mit den übrigen Gebeinen Haydns feierlich vereint. Ein Kondukt – fast in der Dimension eines Staatsakts – führt dazu vom Musikverein in die Bergkirche Eisenstadt.

Der Große Musikvereinssaal wird neu vergoldet.
Mit einem Mozart-Fest (zum 200. Geburtstag des Komponisten) beteiligt sich die Gesellschaft der Musikfreunde an den Wiener Festwochen. Für die Zukunft ist vereinbart, dass die Gesellschaft alle zwei Jahre – im Wechsel mit dem Wiener Konzerthaus – Festwochen-Konzerte veranstaltet.
Im Großen Musikvereinssaal werden weitere Verbesserungs- und Umbauarbeiten durchgeführt. Seiten- und Mittelbalkon werden neu gestaltet.
Die Gesellschaft der Musikfreunde feiert über eine ganze Saison hinweg ihr 150-jähriges Bestehen.
Das Dach über dem Südflügel des Gebäudes wird angehoben, um neuen Raum für Archiv, Bibliothek und Sammlungen zu gewinnen. Auch ein Ausstellungssaal wird neu gestaltet.
Aus einem Kompositionswettbewerb, den die Gesellschaft zu ihrem 150-jährigen Bestehen ausgeschrieben hat, gehen Witold Lutosławski, William Walton und Peter Maxwell Davies als Sieger hervor.

Herbert von Karajan legt sein Amt als Staatsoperndirektor zurück und kehrt Wien den Rücken. Auch im Musikverein dirigiert er vorläufig nicht mehr.
Die Gesellschaft der Musikfreunde feiert in großem Stil das Beethoven-Jahr und das 100-jährige Bestehen ihres Gebäudes. Herbert von Karajan, nach wie vor (und bis zu seinem Lebensende) Konzertdirektor, kehrt in den Musikverein zurück.
Der bisherige Generalsekretär der Gesellschaft Rudolf Gamsjäger wird Staatsoperndirektor. Sein Nachfolger im Musikverein ist Albert Moser, vormals Leiter des Musikvereins für Steiermark in Graz und zuletzt Direktor der Volksoper Wien. Als Präsident der Gesellschaft der Musikfreunde wird der Mediziner Horst Haschek gewählt. Er folgt auf den 27 Jahre lang amtierenden Alexander Hryntschak.
Die Verbesserung der Brandschutzvorrichtungen steht am Beginn einer ganzen Reihe bedeutender Renovierungs- und Baumaßnahmen, mit denen die Gesellschaft der Musikfreunde ihr Haus auf dem neuesten Stand hält.
Gottfried von Einem übergibt seinen künstlerischen Nachlass schon zu Lebzeiten der Gesellschaft. Seine Musikautographe, seine umfangreiche Bibliothek und rund 30.000 Schriftstücke aus seiner Korrespondenz werden ins Archiv aufgenommen. Seit der Übernahme des Brahms-Nachlasses ist dies der bedeutendste Sammlungszuwachs dieser Art.

Otto Biba wird Archivdirektor. Unter seiner Leitung baut das Archiv seine internationale Bedeutung als Wissenschaftszentrum ebenso aus wie seine Präsenz als Leihgeber internationaler Ausstellungen.
Die Gesellschaft der Musikfreunde beschließt eine Generalsanierung des Großen Musikvereinssaals. Die umfassenden Arbeiten sollen den Goldenen Saal wieder in einen Glanz versetzen, der den Namen vor aller Welt rechtfertigt. Dazu werden bedeutende Mittel zur Verfügung gestellt. Vizepräsident Dieter Kriegs-Au koordiniert die Arbeiten, die 1986 beginnen und 1987 zum 175-Jahr-Jubiläum der Gesellschaft abgeschlossen werden.
Thomas Angyan wird Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Das Programmangebot wird bedeutend erweitert. Die Neue Musik wird durch die konsequente Vergabe von Auftragswerken gestärkt, auf dem Gebiet der Alten Musik ist die intensive Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt ein Herzstück des Musikvereinsprogramms. Als Pionier auf dem Gebiet der Musikvermittlung entfaltet der Musikverein ein beispielgebend weitgefächertes Angebot für Kinder ab drei Jahren bis hin zu jungen Erwachsenen. Die Bedeutung des Musikvereins als Zentrum des internationalen Musiklebens kommt auch in mehrtägigen Orchesterresidenzen internationaler Spitzenorchester mit ihren Chefdirigenten zum Ausdruck, die in dieser Form und Dichte weltweit ihresgleichen suchen.
Herbert von Karajan steht am 23. April ein letztes Mal auf dem Podium des Großen Musikvereinssaals und dirigiert in einem Gesellschaftskonzert Bruckners Siebte Symphonie. Der letzte Konzertdirektor der Gesellschaft stirbt am 16. Juli.
Ein halbes Jahr vor seinem Tod tritt Leonard Bernstein, Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, mit Bruckners Neunter Symphonie letztmals im Musikverein auf.

Der Verein der Freunde des Archivs wird als neuer Zweigverein der Gesellschaft der Musikfreunde gegründet.
Johannes Prinz tritt die Position des Chordirektors des Singvereins an. Unter seiner Leitung gelingt es, den Chor nach dem Tod Herbert von Karajans künstlerisch neu auszurichten.
Der Brahms-Saal wird nach den Originalplänen des Musikvereinsarchitekten Theophil Hansen umfassend renoviert.
Nach intensiver Prüfung, die vor allem die berühmte Akustik des Goldenen Saals im Blick hat, erfolgt im Musikvereinsgebäude der Einbau einer Luftkühlungsanlage.
Der Kammersaal wird umgebaut und erhält – zum Gedenken an den im Juli verstorbenen Komponisten – den Namen Gottfried-von-Einem-Saal.
Um die Jahrtausendwende beschließt die Gesellschaft der Musikfreunde ein großes Zukunftsprojekt. Der zunächst gehegte Plan, einen unterirdischen Probenraum zu bauen, erweitert sich – nicht zuletzt durch die Unterstützung bedeutender Sponsoren und das Engagement der Vereinsmitglieder. So fällt 2001 die Entscheidung, die Vier Neuen Säle als vielfach nutzbare Konzert- und Veranstaltungsräume zu bauen.

Der weltweit bekannt österreichische Architekt Wilhelm Holzbauer kann für Planung und Gestaltung gewonnen werden. Gemeinsam mit seinem Partner Dieter Irresberger entwickelt er ein Konzept, das ästhetische Grundzüge des Goldenen Saals in eine moderne Formensprache übersetzt. Die Farbe Gold schlägt die Brücke vom Großen Musikvereinssaal zum größten der Vier Neuen Säle, bei dem das Element Glas dominiert. Dem Gläsernen Saal stehen drei weitere Säle zur Seite, die von anderen Elementen geprägt sind: der Metallene, der Steinerne und der Hölzerne Saal.

Auf Horst Haschek, der 28 Jahre im Amt gewesen ist, folgt Dietrich Karner als Präsident der Gesellschaft.
Claudio Abbado, Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, beendet seine Ära als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker mit Konzerten im Musikverein.
Unter dem Titel „Nun klingen sie wieder …“ bringt der Musikverein historische Instrumente aus seinen Sammlungen zurück ins Konzertleben. Die Reihe, die nun jährlich fortgesetzt wird, ab 2022 unter dem Titel „Aus der Schatzkammer“, dokumentiert eine einzigartige Konstellation. Kein Konzertveranstalter weltweit verfügt über eine derartige Sammlung – auch an historischen Instrumenten – wie die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
Die Vier Neuen Säle werden feierlich eröffnet. Das Programmangebot kann dadurch bedeutend erweitert werden. Der Musikverein setzt neue Akzente bei alternativen Musik- und Konzertformen, bei Kinder- und Jugendprojekten und bei Konzerten mit jungen Künstlern – dies auch in enger Verbindung mit den Wiener Musikuniversitäten. Die Künste begegnen einander in neuen Formen. Auch dadurch werden die Vier Neuen Säle ein neuer Ort der Begegnung im Musikverein.
Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde begeht sein 150-Jahr-Jubiläum mit einem eigenen Konzertzyklus.
Der Große Musikvereinssaal erhält eine neue Orgel. Der prestigeträchtige Auftrag geht an die Vorarlberger Orgelbaufirma Rieger.

Thomas Oliva wird zum Präsidenten der Gesellschaft der Musikfreunde gewählt.
Die Gesellschaft der Musikfreunde feiert ihr 200-jähriges Bestehen. Als ein Höhepunkt der vielfältigen Festkonzerte und -veranstaltungen dirigiert Nikolaus Harnoncourt am Pult des Concentus Musicus und des Singvereins jenes Oratorium, das einst die Initialzündung zur Gründung gegeben hat, „Timotheus oder Die Gewalt der Musik“.
Auf Thomas Oliva folgt als neuer Präsident der Gesellschaft Johannes Stockert.
Der Jahresbeginn steht im Zeichen des Jubiläums 150 Jahre Musikvereinsgebäude. Am 6. Jänner dirigiert Semyon Bychkov an Stelle des kurz zuvor verstorbenen Mariss Jansons in einem Festkonzert am Pult der Wiener Philharmoniker und des Singvereins das Programm des Eröffnungskonzerts von 1870.

Zu den Aktivitäten zum Jubiläum zählen auch mehrere Sonderzyklen, ein Tag der offenen Tür am 29. Februar und die Uraufführung des internationalen Gemeinschaftsprojekts „Neue Diabelli-Variationen“ mit Rudolf Buchbinder am 3. März. Nur wenige Tage später, muss der Konzertbetrieb wegen der Corona-Pandemie bis auf Weiteres eingestellt werden.

Stephan Pauly wird mit 1. Juli Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde. „Lebendige Tradition – Kreatives Programm – Neues Publikum“ werden seine Maximen in der Programmplanung.
Johannes Prominczel folgt mit 1. Juli auf Otto Biba als neuer Direktor des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
Ab der ersten von Stephan Pauly programmierten Saison orientieren sich die jährlichen Musikverein Festivals jeweils an einem Objekt aus dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde. In der neuen Reihe „Musikverein Perspektiven“ lädt die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Künstler:innen in den Musikverein ein, die keine Musiker:innen sind –privat aber eine große Leidenschaft für Musik haben. Die erste Persönlichkeit, der diese Reihe gewidmet ist, ist der österreichische Filmemacher Michael Haneke. Öffentliche Gespräche mit Künstler:innen sowie neue Konzertformate ergänzen das Angebot.
Das Jubiläum „200 Jahre Beethovens 9. Symphonie“ wird mit Konzerten der Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti am 6. und 7. Mai gefeiert.

Start des gemeinsam mit CAPE 10 entwickelten mehrjährigen Projekts „The Power of Music“, das sozialökonomisch benachteiligten Kindern den Zugang zu musikalischen Angeboten ermöglicht.
Historische Illustration des Wiener Musikvereins von InnenHistorische Illustration des Wiener Musikvereins von InnenDas Bild zeigt eine Goldmedaille des Erzherzog Rudolf auf schwarzem Hintergrund.Das Bild zeigt eine Goldmedaille des Erzherzog Rudolf auf schwarzem Hintergrund.Gemälde von Salieri, Brustbild, Öl auf LeinwandGemälde von Salieri, Brustbild, Öl auf LeinwandDas Bild zeigt die historische Fassade des MusikvereinsDas Bild zeigt die historische Fassade des MusikvereinsDas Bild zeigt die historische Fassade des MusikvereinsDas Bild zeigt eine historische Eintrittskarte zum Ball der Gesellschaft der MusikfreundeHistorische photorealistische Zeichnung, erstes Gebäude der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien auf de TuchlaubenHistorische Grafik - Schrift auf weißem HintergrundHistorische Zeichnung einer Sezene im Musikverein. Männer sitzen an einem Tisch auf der Bühne, Publikum jubelt.Historische Zeichnung einer Sezene im Musikverein. Männer sitzen an einem Tisch auf der Bühne, Publikum jubelt.Historische Zeichnung, die einen Mann mit Brille zeigtHistorisches Foto, das eine Gruppe Männer im Musikverein zeigtHistorische Zeichnung eines Mannes mit dichtem SchnurrbartHistorische Zeichnung - Ansicht von Wien aus der VogelperspektiveHistorische Grafik - Schrift in verziertem grafischen RahmenNotenblatt mit AufschriftHistorische Radierung: Großer Saal des Musikvereins mit Festgesellschaft zu den Feierlichkeiten der SchlusssteinlegungHistorisches Portraitfoto eines MannesHistorische Portraitfotos von zwei MännernAltes NotenblattPortraitmalerei eines Mannes mit wweißen HaarenHistorisches Foto eines Mannes mit BartHistorisches Foto eines Mannes mit BartHistorisches Foto eines Mannes mit BartSchrift auf weißem HintergrundHistorische Zeichnung eines Mannes mit Brillehistorisches Portraitfoto eines Manneshistorisches Portraitfoto eines Manneshistorisches Portraitfoto eines Manneshistorisches Portraitfoto eines Manneshistorisches Portraitfoto eines MannesHistorisches Portraitfoto eines Mannes mit Brille, sitzend in einem StuhlAußenansicht des MusikvereinsgebäudesIllustration Dirigent steht in mitten eines miteinander kämpfenden OrchestersIllustration Dirigent steht in mitten eines miteinander kämpfenden OrchestersPortraitfoto in schwarz-weiß eines jungen MannesPortraitfoto in schwarz-weiß eines jungen MannesPortraitfoto eines Mannes mit Brille, sitzend in einem StuhlPortraitfoto eines Mannes mit Brille, sitzend in einem StuhlHistorische Aufnahme eines Orchesters im Großen SaalHistorische Aufnahme eines Orchesters im Großen SaalFoto eines MannesFoto eines MannesNotenblatt der Österreichischen BundeshymnePortraitfoto eines Mannes in schwarz-weiß beim DirigierenPortraitfoto eines Mannes in schwarz-weiß beim DirigierenInserat in Zeitung mit dem Titel "Singverein triumphierte in Mailand"Bild eines SchädelsHistorische Briefmarke, die einen Mann zeigtSchwarz-weiß Portrait eines MannesAnaloges Foto des Musikverein GebäudesAnaloges Foto des Musikverein GebäudesAnaloges Foto des Musikverein GebäudesAnaloges Foto des Musikverein Gebäudesschwarz-weiß Portrait eines Mannes, der Buch hältschwarz-weiß Portrait eines Mannes, der Buch hältFoto eines Mannes mit BrilleFoto eines Mannes mit BrillePortrait eines MannesPortrait eines Mannes beim dirigierenFoto eines Mannes beim dirigierenFoto eines Mannes beim dirigierenFoto eines Mannes beim dirigierenFoto eines Mannes beim dirigierenGottfried von Einem Saal. Historischer Saal mit BuffetthekeFoto eines DirigentenMusikinstrumente fotografiert auf weißem HintergrundDer Gläserne Saal. Konzertsaal mit goldenen Wandpanelen, leere hölzerne Sesselreihen und ein Klavier auf der BühneFoto eines Konzertes im goldenen SaalFoto eines Konzertes im goldenen SaalGrafik für den Tag der offenen TürVisual für den Club 20Portrait von Dr. Stephan Pauly, im Hintergrund Luster im Großen SaalArchivdirektor Johannes Prominczel hält alte Noten und spricht in ein Mikrofon. Fotografiert von Dieter NaglGrafik zu Musikverein Perspektiven HanekeBegeisterte Kinder im Zuschauerraum des Großen Saals
Ausschnitt einer Landkarte von Wien, in der der Wiener Musikverein markiert ist.
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