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Aus dem Archiv
Die Notensammlung umfasst rund 200.000 Werke ab der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Das reicht von umfangreichen Opernpartituren – vor allem aus dem 18. Jahrhundert – bis zu kurzen Albumblättern, die nur wenige Takte umfassen.

Noten­archiv

Dieses Bild zeigt ein Bücherregal im Archiv des Wienermusivkereins - fotografiert von Philip Reitspreger Identity Lab
© Identity Lab | Philip Reitsperger

Unmittelbar nach der Gründung der Gesellschaft begann man mit dem Aufbau einer Musiksammlung. – Bald entstanden verschiedene Bereiche. „Archiv“ bezeichnete im engeren Sinn das Notenarchiv.

Form und Aussehen der Noten sind vielfältig: Es gibt handgeschriebene Stimmen, die im Gebrauch der kaiserlichen Hofkapelle gestanden sind. Es gibt prachtvolle Partituren, die einem Adeligen gewidmet sind. Es gibt äußerst seltene Drucke aus dem 16. oder 17. Jahrhundert, es gibt auch Probedrucke mit Eintragungen der Komponisten oder seltene Erstausgaben. Am wertvollsten sind wohl die über 5.000 Autographe, die Rückschlüsse auf den Kompositionsprozess zulassen. Darunter finden sich Handschriften vieler großer Komponisten, etwa Beethoven, Brahms, Haydn, Mahler, Mozart, Schubert, Schönberg, Schumann, Strauss und Strauß, Zemlinsky und vieler anderer. Es sind allerdings auch Prokofjew oder Verdi vertreten.

Nicht alle Musikautographe stammen heute von hochberühmten Meistern, auch Komponist:innen der vermeintlich zweiten Reihe sind vertreten, werden eifrig beforscht und harren ihrer Wiederentdeckung im Konzertsaal.

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem Kaiserreich bzw. der Monarchie ab etwa 1750. Es finden sich allerdings auch immer wieder einzelne Stücke, die man hier nicht vermuten würde, etwa eine Partitur der Oper Castor et Pollux des französischen Komponisten und Musiktheoretikers Jean-Philippe Rameau (1683–1764) mit Eintragungen des Komponisten.

Dieses Bild zeigt Noten
©Archiv Gesellschaft der Musikfreunde Wien

Eine Reihe kleinerer und größerer Sammlungen wurden in das Notenarchiv der Gesellschaft der Musikfreunde intregriert. Zu nennen ist hier vor allem die Musiksammlung des Kardinals und Erzherzogs Rudolph (1788–1831). Seine weit über 15.000 Stück umfassende Sammlung ist heute nahezu komplett im Archiv der Gesellschaft erhalten. Eine weitere Sammlung stammt von Victor Graf von Wimpffen (1834–1897), der der Gesellschaft unter anderem wertvolle Autographenalben vermacht hat. Auch die Musikforscher Anthony van Hoboken oder Ludwig Ritter von Köchel sind mit ihren Sammlungen vertreten.

Dieses Bild zeigt ein Bücherregal im Archiv des Wienermusivkereins - fotografiert von Philip Reitspreger Identity Lab
© Identity Lab | Philip Reitsperger

Größere Sammlungen besitzen wir von zahlreichen Komponisten etwa vom Klaviervirtuosen Carl Czerny, von Ferdinand Schubert (Bruder Franz Schuberts), Franz von Suppé oder Simon Sechter (Lehrer Anton Bruckners). Manche Stücke weisen eine besondere Geschichte auf. Etwa befand sich Mozarts Autograph seiner 40. Symphonie KV 550 im Besitz von Johannes Brahms und weist auch eine Eintragung von ihm auf.

Berühmt ist auch die Partitur der Eroica aus Beethovens Besitz. Sie war ursprünglich Napoleon Bonaparte gewidmet, Beethoven wollte das rückgängig machen und den Namen auf der Titelseite so energisch ausgekratzt, dass sich nun an dieser Stelle wohl das berühmteste Loch der Musikgeschichte befindet.

Dieses Foto zeigt Noten aus dem Archiv des Wiener Musikvereins - fotografiert von Philip Reitsperger
© Identity Lab | Philip Reitsperger
Ausschnitt einer Landkarte von Wien, in der der Wiener Musikverein markiert ist.
Identity Lab

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