Natürlich sind nicht nur große Künstler:innen vertreten. Es gibt auch Korrespondenz von Musikforscher:innen, Opernmanager:innen, Konzertagenten, Verlegern und anderen.
Nicht alle Schriftstücke sind inhaltsreiche Briefe. Es gibt auch Ansichtskarten, Telegramme, mitunter auch persönliche Dokumente, Verträge, Quittungen. Manchmal geben die Texte Aufschluss über Kompositionsprozesse, es gibt Befürwortungsschreiben, Bewerbungsschreiben, zur Aufführung angebotene Werke, Gelehrtenbriefe. Manche Texte geben einen sehr persönlichen Einblick in das Privatleben großer Künstler:innen. Etwa lädt Johann Strauss (Sohn) den Klavierfabrikanten Ludwig Bösendorfer vor dem Kartenspiel, der Tarockpartie, noch zu einem „Gulyás“ ein. Ernst Krenek erinnert sich in einer Postkarte an einen herrlichen in Wien gegessenen Schweinsbraten und beklagt, er kriege in den USA keinen vergleichbaren. Und Arnold Schönberg konstatiert in Vertragsverhandlungen, er wolle nicht allzu viel arbeiten, aber doch einiges verdienen …