#Löwenstark
Aufbruchsstimmung im Großen Musikvereinssaal: Am 30. Oktober 1900 dirigierte Ferdinand Löwe das Gründungskonzert der Wiener Symphoniker, damals unter dem Namen „Wiener Concert-Verein“, der bis heute im 1987 neu gegründeten „Wiener Concert-Verein“ mit einem eigenen Zyklus im Brahms-Saal fortlebt. Löwe, ein Bruckner-Schüler am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde (an dem er später auch selbst unterrichtete), führte das Orchester bis 1925 an. Die „Pflege und Popularisierung der symphonischen Musik“ war der Gründungsgedanke des Klangkörpers. Das Spektrum reichte damals von „populären Concerten“ im Volksgarten bis zu sogenannten Gesellschaftskonzerten im Musikverein. Beim Geburtstagskonzert am 30. Oktober 2025 dirigiert Chefdirigent Petr Popelka Werke von Wagner, Ravel, Berg und Mozart.
#EngerDraht
Die Verbindungen zwischen den Wiener Symphonikern und dem Wiener Musikverein sind seit jeher eng. Ein besonderes Naheverhältnis bestand in den Jahren, in denen Wilhelm Furtwängler (1927–1930) und Herbert von Karajan (1948–1964) in Personalunion die musikalischen Geschicke der beiden Institutionen lenkten.
#Zyklisch
Zyklische Aufführungen von Werkgruppen wichtiger Komponisten sind heute eine liebgewonnene Tradition, galten aber um 1900 noch nicht als selbstverständlich. In Wien waren jedenfalls die heutigen Wiener Symphoniker die Ersten, die Beethovens Symphonien in ihrer Gesamtheit zur Aufführung brachten. Aufs Ganze ging in der Saison 1952/53 auch Herbert von Karajan, der anlässlich von Beethovens 125. Todestag unter anderem alle Symphonien und einen konzertanten „Fidelio“ dirigierte – natürlich im Musikverein. 2014 legte der damalige Chefdirigent Philippe Jordan eine Gesamteinspielung aller Beethoven-Symphonien mit den Wiener Symphonikern vor.




